Sonntag, 19. Juli 2009

.// Der Anfang vom Ende


"Tote Zähne können zu den Terroristen des Körpers werden" - habe ich heute gelernt. Da George W. Bush ja nun im Ruhestand ist, könnte man vielleicht mal anfragen, ob er bei meinem Zahnarzt anfangen will. Join the Anti-Terrorsquad and bring peace to my mouth.

Man wird meine Leiche übrigens nicht anhand des Zahnbefundes identifizieren können, da ich zum Zeitpunkt meines Todes, sollte er in mehr als 10 Jahren erfolgen, schon meine Vierten oder Fünften tragen werde. Als mein Genmaterial angelegt wurde, hat bei den Zähnen irgendjemand grad Mittagspause gemacht; bei jedem Zahnarztbesuch versucht der Behandelnde zunächst mal eine Reihe von Entsetzenslauten zu unterdrücken, bevor er tief seufzt, sich den Schweiß von der Stirn wischt und dann meine Lieblingsfrage stellt: "Also, Frau M., das kriegen wir heute nicht alles hin, wo sollen wir denn anfangen?"
Und ja, ich putze meine Zähne regelmäßig, danke der Nachfrage!

Es ist jedenfalls gut, dass ich noch andere Probleme habe, sonst würde ich nämlich den Rest meines Lebens auf diesem ollen Stuhl mit Wurzelbehandlungen verbringen.
Dann hätte ich gar keine Zeit mehr zu bloggen, außer am Wochenende, was jawohl eine himmelschreiende Schande wäre.

Las ich doch gerade erst, dass Peter Andre von der Bühne gefallen ist. Ganz recht, Peter Andre... Die Frage ist, was hat er da gemacht? Wer ist Peter Andre überhaupt?
Hierzu ist wohl eine kleine Geschichtsstunde nötig: "Whoooohoohoohoooo, mysterious girl, I wanna get close to you...", singend in einer Lagune, oberkörperfrei und wir Mädels schalteten den Ton ab und sabberten. Klingelt's? The Body! WAS, den gibt's noch!??!

Zuletzt wurde er ja vor allem (oder nur?) in Verbindung mit Katie Price erwähnt, die ihres Zeichens den Begriff "Boxenluder" bei der Formel1 prägte. Was hat die da noch mal gemacht? Achja, Brüste. Peter Andre war zwischenzeitlich jedoch nicht untätig - wollte er sich doch nicht mit fremden Brüsten brüsten (oder so) - und veröffentlichte 2002 ein Best-of-Album, gefolgt von einer Platinum Collection 2005. Zur Erinnerung: "Mysterious Girl" war 1995, wiederveröffentlicht 2004. Der Song schaffte es beim zweiten Anlauf auch auf Platz 1 der UK-Charts - hurra, Peter! Da hätte ich spontan auch noch ein Platin-Album rausgehauen. Auf dem "Best of" ist hoffentlich der Videoclip drauf... und es ist kein Wunder, dass die Plattenindustrie kein Geld hat.

Peter und Katie haben sich ja nun kürzlich erst getrennt (wer auch immer das wissen will). Ich möchte an dieser Stelle - um der alten Zeiten Willen - niemanden um den Genuss bringen, den beiden beim singen (!!) zuzuschauen. Sie haben den wunderschönen Aladdin- Titelsong verschandelt und ein beschissenes Video dazu gedreht. Brüste singt tatsächlich! Im Schaumbad! Männer, das ist was für euch!

Also, ich seh's ja so: Ein gemeinsames Duett ist der Anfang vom Ende einer jeden Beziehung. Hätt' ich euch vorher sagen können. Schauet und lernet!

Sayonara und ab dafür,
Li



Samstag, 18. Juli 2009

.// Overtüre


Bitte gehen sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.





Heureka, sie bloggt wieder!

Morgens halb drei in Deutschland: Schniefnase loggt sich in ihren Blogger.com Account ein und stellt fest, dass ihre Blog-Historie sich am 19. Juni des Jahres 2009 zum siebten Male gejährt hat.

Na, sowas aber auch! Nicht, dass da mal irgendwer irgendwas von gelesen hätte, ich betreibe meinen geliebten Pseudo-Exhibitionsmus nämlich am liebsten für mich alleine. Vielleicht mache ich das so, damit ich in meinem Abschiedsbrief hinterher behaupten kann, dass man ja eigentlich schon vorher was hätte merken müssen, schließlich war ich doch immer so offen - blöder Scherz, sorry.

Ich darf solche Witze nicht mehr machen. Menschen, die - sofern klinisch nachgewiesen - einmal als "ge- /ver-/um-/etc.- stört" gebrandmarkt wurden, dürfen keine Suizidwitze mehr machen. Das wäre politisch inkorrekt und darüberhinaus ja auch irgendwie ziemlich geschmacklos oder so. Zum Glück ist mir das ehrlich gesagt so bumms- egal wie ein schwarzes Supermodel. Ich schaue kein Fernsehen, laufe am liebsten nackt durch meine Wohnung, lackiere meine Fingernägel schwarz, liebe High-Heels und stehe auf taiwanesische Boygroups - na, wenn das nicht mal nach einer Persönlichkeitsstörung schreit...

Im übrigen erfülle ich auch sämtliche Kriterien um im allgemeinen Verständnis posthum als "kreativ" oder "obszön" zu gelten zu können. Daher darf ich das hier wohl tun, denn verbieten kann's mir ja eh keiner. Muss schließlich erst mal einer lesen.

Und damit hätten wir sie dann auch schon abgesteckt, die Grenzen: Was ich hier im folgenden gedenke zu praktizieren, wäre laut Pathologie wohl am ehesten mit selbstzersetzendem Narzissmus zu vergleichen. Ein eigener Blog: Damals war's cool, heute gehört es zum guten Ton, dient der Selbstfindung und ist ideal, wenn man mit sich selber ansonsten nichts anzufangen weiß. Das ist das schöne am bloggen, dass man irgendwann nämlich beinahe meinen könnte, man wäre jemand - der nächste Schritt ist dann die Autobiographie und vielleicht war ich ja zwischendurch noch Viva-Moderatorin und hatte eine eigene Dokusoap bei einem privaten Fernsehsender. Bei einer Casting-Show war ich schließlich schon.

Memo an mich selbst: Vielleicht sollte ich mal nachfragen, ob die bei Twitter meinen Account verifizieren möchten, damit jeder weiß, dass ich auch die Echte bin.

Bis später, sublimierte Teilöffentlichkeit!
Xx Li

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